Einbruch? Nein Danke!

Relais in der Gebäudeautomation



Wie man in der letzten Zeit vermehrt liest, wird vor Einbrüchen gewarnt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 zeigt bei Wohnungseinbrüchen eine Steigerung von 10% zum Vorjahr. Das ergibt 167.136 Wohnungseinbrüche!

Es gibt mittlerweile Zuschüsse für Maßnahmen zur Einbruchsbekämpfung. Eine Maßnahme kann die Automatisierung von Roll-läden sein.
Ein Umbau von manuell betriebenen Rollläden ist für handwerklich geschickte Personen möglich. Fachbetriebe findet man in jedem Telefonbuch und im Internet.
Die Motorantriebe gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Antriebe mit mechanischer Endlagenjustierung haben den Nachteil, dass im Fall von Nach- oder Neujustage die Rollladenkästen geöffnet werden müssen.
Neuere Lösungen haben eine eingebaute Elektronik, die sich extern justieren lässt. Es gibt auch Versionen, die sich komplett automatisch selbstlernend einstellen.
Mit dieser Technik werden die Endlagen elektronisch über eine Lernfunktion, ohne mechanische Einstellung im Rollladenkasten, realisiert. Zusätzlich ist es über Tasten, Sensoren, Funkfernbedienung oder BUS-Schnittstellen möglich, variable Schaltpunkte zu definieren. Neben Anwendungen wie Öffnen und Schließen bei Sonnenauf- oder -untergang gewinnen Funktionen wie Anwesenheitssimulation als präventiver Einbruchsschutz immer mehr an Bedeutung. Ebenso sind energetische Aspekte wie UV-Schutz oder Isolation realisierbar.

Bei diesen Anwendungen sind die Kontaktbelastungen für die verwendeten Relais im Bereich von ca. 1 A, jedoch ist zu beachten, dass es sich hierbei um induktive Lasten (1-Phasen-Motorlasten) handelt. Werden mehrere Motoren über ein Relais angesteuert, können die Schaltströme weitaus höher sein.



* G5Q Serie (1C oder 1NO,10/250VAC, 200/400mW, 6mm L&K)
* G5NB Serie (1NO, 5A oder 7A/250AC, 200mW, 6mm L&K)


Die einfachste Lösung ist die Ansteuerung des Antriebs durch eine Zeitschaltuhr.
Auch diese hat 2 Relais im Einsatz, die einem oder mehreren Antrieben den zentralen Auf- oder Ab-Befehl geben. Diese Eigenschaft kann für verschiedenste Funktionen genutzt werden.

Die Anforderung an die Relais sind je nach Anwendung vielfältig. Da der Antrieb für die Elektronikplatine wenig Raum bietet, ist eine entsprechend kleine Bauweise notwendig. Die Kontaktbelastung je Relais hält sich mit ca. 1 A in Grenzen. Allerdings hat die gleichzeitige Ansteuerung mehrerer Motoren höhere Kontaktbelastungen zur Folge.

Für diese Anwendungen haben sich beispielsweise die Relaistypen G5Q und G5NB von Omron bewährt.
Durch ihre hohe Belastbarkeit, kompakte Bauweise, hohe Isolation und geringe Spulenstromaufnahme sind sie ideal für die Gebäudeautomatisierung geeignet.
Varianten mit glühdrahtfesten Kunststoffen und Typen für erhöhte kapazitive Einschaltströme komplettieren die Baureihen.


Jürgen Schönauer, Omron Electronic Components



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In dieser Ausgabe:
Fit in die Zukunft!
Relais in Höchstform
Editorial:
Was lange währt...
Weiterhin auf Erfolgskurs
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Mit Sonnenkraft voraus!
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Update 04/11/2016