Wenn Bamberg bebt!
Sichere Bühnentechnik für Entertainment und Sport in der JAKO Arena


Ein Opernkonzert mit Paul Potts, die Brose Baskets gegen Alba Berlin oder die alljährliche Reptilienbörse, alles unter einem Dach. Früher gab es Kongresshallen mit teilweise bizarrem Charme. Heute sind es hochmoderne Arenen, wie die JAKO Arena in Bamberg die mit hochflexibler Bühnentechnik in „Null – Komma – Nix“, die Räumlichkeit den Erfordernissen anpassen kann.

Bühnentechnik in solchen multifunktionalen Gebäuden bedeutet Bewegung. Lichtgalgen und Lautsprecheranlagen unterliegen ebenso einer ständigen Veränderung wie die Bühne selbst oder die Tribünen. Dies nicht nur vor dem Spektakel, sondern auch während der Inszenierung. Hier wird dreidimensional gedacht. Ob nun der Opernrecke aus dem Untergrund auf die Bühne gehievt wird, der Catwalk sich bis in die Zuschauerreihen erstreckt oder über den Multivisionswürfel Zuschauer nach dem Dunking zum Applaus mit klatschenden Zeichentrickhänden und Musik aufgefordert werden.

Dies alles wird im Hintergrund gesteuert, ohne die Zuschauer zu stören oder gar zu gefährden, was insbesonders auch für die Akteure auf der Bühne gilt. Hinter der spielerischen Leichtigkeit, die scheinbar mühelos gesteuert wird, ist eine hochkomplexe Kombination aus Steuerungs- und Sicherheitstechnik versteckt. Als Beispiel sei der Videowürfel in der JAKO Arena Bamberg vorgestellt.

Dieser Videowürfel wiegt insgesamt ca. 2.000 kg und beherbergt neben Funktionselementen wie Lautsprechern und Multivisionswänden auch noch eine beachtliche Anzahl von Sensoren, Motoren, Stellgliedern und Überwachungssystemen, die für den Betrieb des Würfels notwendig sind. So können 144 Quickstarts programmiert werden, die manuell ausgeführte Positionierungen während einer Aufführung weitestgehend unnötig machen.

Im Hintergrund und für den Betrachter nicht zu erkennen, ist eine umfangreiche Sicherheitstechnik am Werk. So wird die Bewegung durch Kettenzüge realisiert. Aus Werkshallen bekannt, ähnelt das System einem Hallenkran wobei die Sicherheitsforderungen oft darüber hinausgehen. Das Sicherheitssystem überwacht die Einzellasten und die Lastverteilung, ebenso die einzelnen Positionen sowie das Erreichen der Endposition des Videowürfels. Auch die Geschwindigkeiten beim Anheben oder Absenken werden überwacht. So sind in dieser „öffentlichen Anwendung“ alle Aspekte, die im Maschinenbau zum üblichen Sprachgebrauch gehören, wie z.B. Sicherer Halt, Sicherer Stopp, Muting wieder zu finden.

Gesteuert werden die Bewegungen über eine speziell auf die Bühnentechnik abgestimmte, PC-basierte Steuerung. Herzstück dieser sicherheitsrelevanten Steuerungen sind Relais mit zwangsgeführten Kontakten entsprechend EN 50205. Sie bilden das Bindeglied zwischen Last und Logik. Die Arbeitskontakte der Relais schalten die Lastkreise. In unserem Fall Leistungsschütze für die Ansteuerung der Kettenzüge. Über die Ruhekontakte werden die Schaltzustände der Schütze an die Steuerung gemeldet. In der Steuerung werden zweipolige Sicherheitsrelais eingesetzt. Damit wurden das Volumen der Steuerung sowie der Elektronikaufwand minimiert.

Gerade bei mobilen Einsätzen, wie z.B. Open-Air-Veranstaltungen und Tourneen, zeigt sich das unkomplizierte Verhalten der Relais. Stromaggregate, mit teilweise sehr stark schwankender Versorgungsspannung, sowie der geforderte störungsfreie Einsatz bei praktisch allen Wetterbedingungen und nicht zuletzt die oft rauen Bedingungen beim Auf- und Abbau werden von den Relais schadlos weggesteckt. Dass dies problemlos mit der 24-kanaligen Bühnensteuerung „ShowTyp II“ von ChainMaster und „Sicherheitsrelais“ von ELESTA relays GmbH funktioniert, konnten Paul Mc Cartney ebenso wie Metallica oder U2 nach ihren Tourneen bestimmt bestätigen.

Jürgen Steinhäuser, ELESTA relays GmbH


©2010 Forum Innovation der
Deutschen Schaltrelais-Hersteller im ZVEI
Update 01/11/2010