Optimale Mischung


Bereits in den früheren Ausgaben der Relais aktuell ist schon einiges über Anforderungen an Schaltrelais veröffentlicht worden. Hier wird eine weitere Möglichkeit beschrieben.

Wichtige Kriterien, die das Augenmerk des Anwenders verdienen, sind die Baugröße des Relais und die Leistungsaufnahme der Spule. Durch die immer kleiner werdende Baugröße benötigen sie immer weniger des wertvollen Leiterplattenplatzes und geben dem Relais-Anwender mehr Spielraum für Innovationen. Um die Stromversorgung eines Schaltgerätes möglichst klein und sparsam dimensionieren zu können und darüber hinaus die Wärmeentwicklung im Inneren zu reduzieren, wird viel Wert auf die Minimierung der Spulenleistung gelegt.

Schlüsselkriterium eines jeden Relais ist jedoch die extrem hohe Schaltsicherheit. Denn diese ist ausschlaggebend für die vom Endkunden erwartete Verfügbarkeit.

Die Schaltzuverlässigkeit wird bei den meisten Relais u. a. über die Schutzart (z. B. RT III) und die Art der Kontaktform erreicht.

Darüber hinaus muss jedoch auch an verschiedenen weiteren Punkten angesetzt werden, um den späteren Anwendungen gerecht zu werden. Hierbei ist ein wesentliches Kriterium die Art der zu schaltenden Last.

Relais mit zwangsgeführten Kontakten

Dabei hat sich AgNi als Kontaktmaterial für Standardanwendungen bewährt und ist meist als Einfachkontakt ausgeführt. Bei hohen Leistungen, z.B. zum Schalten induktiver Verbraucher, eignet sich AgSnO2 und ist ebenfalls als Einfachkontakt ausgeführt.

Müssen jedoch sehr kleine Leistungen geschaltet werden, ist eine hohe Korrosionsbeständigkeit notwendig, die durch eine homogene Hartvergoldung erreicht wird.

Es kann zwischen Einfachkontakten und Doppelkontakten (z.B. als Rückmeldekontakt für Steuerungen) für besonders anspruchsvolle Anwendungen gewählt werden, wie es bei dem abgebildeten Relais realisiert ist.

Eine Minikrone bzw. ein Kronenkontakt (Bild 1) erhöhen die Flächenpressung durch eine reduzierte Kontaktfläche und begünstigt damit den Selbstreinigungseffekt der Kontakte. Die Erfahrung belegt eine sehr hohe Schaltzuverlässigkeit. Die Doppelkontakte mit

Bild 1: Kronenkontakt
zusätzlicher Minikrone erhöhen die hohe Schaltzuverlässigkeit nochmals durch das Prinzip der Redundanz. Durch Mischbestückung können je nach Erfordernis die Kosten optimiert werden.

Werner Koch, E. Dold & Söhne KG

©2014 Forum Innovation der
Deutschen Schaltrelais-Hersteller im ZVEI
Update 04/11/2014