Definitionen zu Kontaktwiderstände.


Der Kontaktwiderstand, elektrischer Widerstand eines geschlossenen Kontakts, ist die Summe aus

  • Eigenwiderstand des Kontakts
  • Engewiderstand der Kontaktstelle
  • Fremdschichtwiderstand auf der Kontaktoberfläche

Der Eigenwiderstand

  • errechnet sich aus den geometrischen Abmessungen, dem spezifischen Widerstand und aus der Stromverteilung im Kontakt

Der Engewiderstand wird durch folgende Einflussgrößen bestimmt

  • elektrische Leitfähigkeit der Kontaktmaterialien
  • thermische Leitfähigkeit der Materialien
  • Geometrie und Oberflächenstruktur der Kontaktstelle
  • Kontaktkraft und deren Wirkrichtung

Fremdschichtwiderstand kann beinhalten

  • Oxide, Sulfide oder organische Stoffe
  • Einflüsse aus der Luft oder der Industrieatmosphäre N>
  • Ausgasen von Kunststoffen, Litzen
  • Öle, Fette, Fluss- und Reinigungsmittel
  • Verschmutzung durch Staub, Textilfasern, Abrieb, u.v.m.

Diese isolierenden Schichten können Härten bis zu 1000 N/mm2 aufweisen und werden auch bei erhöhter Kontaktkraft nicht durchdrungen.

 

Reduzierung des Kontaktwiderstands und Erhöhung der Kontaktgabezuverlässigkeit durch

  • Schalten einer höheren Spannung, welche die Fremdschichten durchschlägt
  • Kontaktkapselung durch Schutzgas
  • Oberflächenrauigkeit bis 20µm
  • spezielle Kontaktformen/ Werkstoffe
  • hoher Reibweg
  • hohe Kontaktkraft
  • Reinigung/Verbrennung im Lichtbogen
omron2.GIF (619 Byte)
  • Doppelkontakte
omron2 1.GIF (823 Byte)
  • Zwillingscrossbarkontakte
 
Das Diagramm verdeutlicht die Effektivität der Kontaktform:
omron1.jpg (22854 Byte)
 
Der Anwendungsfall und die Einsatzumgebung muss bei der Relaisauswahl berücksichtigt werden. Der heutige Stand der Technik und der Kontakttechnologie erlaubt es aber, jedes Schaltproblem zufriedenstellend zu lösen.

Im Web publiziert - 10/99

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